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Paris 2024: Wie olympisch ist Veganismus?

Laura Laura 09 Aug 2024 Paris 2024: Wie olympisch ist Veganismus?

Es ist August 2024, die Olympischen Spiele in Paris sind vorbei, in zwei Wochen starten die Paralympischen Spiele. Simone Biles hat bereits überzeugt, der schnellste Mann der Welt wurde gekürt und die neueste olympische Disziplin, Breaking, hatte ihren ersten (und vielleicht auch letzten?) Auftritt.

Wir nutzen die Pause, uns mit dem für das Shop Like You Give a Damn Team spannendsten Aspekt der Spiele zu beschäftigen: Gibt es eigentlich vegane Athlet:innen im olympischen Dorf?

Kurze Schulstunde: Vegan oder pflanzenbasiert – was ist der Unterschied?

Veganismus ist mehr als nur eine Ernährungsweise. Es ist eine Lebensphilosophie, die darauf abzielt, Tiere in keiner Weise auszubeuten. Das bedeutet, neben Fleisch, Eier und Milchprodukte wird auch auf Leder, Seide und Wolle verzichtet. Veganer:innen entwickeln und nutzen tierfreie Alternativen, um sowohl Tieren, Arbeiter:innen als auch der Umwelt zu helfen.1

Eine pflanzenbasierte Ernährung hingegen konzentriert sich in erster Linie auf den Konsum pflanzlicher Lebensmittel. Der Rest? Nicht ganz so wichtig.

Zurück zum Sport: Wer ernährt sich pflanzenbasiert?

Ja, es gibt einige Sportler:innen, die sich pflanzenbasiert ernähren. Darunter befindet sich natürlich der Tennisspieler Novak Djokovic, aber auch der Volleyballspieler Jan Zimmermann, der Leichtathlet Constantin Preis, die Sprinterin Morgan Mitchell, die Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, die Kletterin Oceana Mackenzie und der Langstreckenläufer Jonas Raess.2

Warum ernähren sich die Sportler:innen pflanzenbasiert?

Gesundheit steht im Vordergrund. Wie schon die Netflix-Dokumentation "Game Changers" gezeigt hat, berichten viele Athlet:innen von einer Verbesserung ihrer Performance durch eine pflanzenbasierte Ernährung.3 Und das ist auch der Hauptfaktor für viele der Sportler:innen bei Olympia. Jan Zimmermann erzählt in einem Podcast, dass er sich mit verschiedenen Ernährungsstilen auseinandergesetzt und schließlich festgestellt hat, dass er mehr Kraft hat und weniger Regenerationszeit braucht, wenn er sich pflanzenbasiert ernährt.4 Auch für den Leichtathleten Preis war es sein Trainer, der ihn nach verschiedenen Verletzungen dazu bewog, seine Ernährung umzustellen.5

Anders sieht das bei der Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl aus, die sich aus Tierliebe dafür entschieden hat, sich pflanzenbasiert zu ernähren (Und hier stellt sich die Frage: Wie lässt sich Tierliebe mit professionellem Reitsport vereinbaren?).6 Auch der Schweizer Jonas Raess hatte andere Beweggründe. In einem Youtube-Video begründet er seine Entscheidung mit Umweltaspekten und ethischen Überlegungen.7

Wie leicht ist es, sich bei Olympia pflanzenbasiert zu ernähren?

Das Motto des Essensangebots bei Olmypia heißt “more plant-based, more local, more sustainable and just as delicious”. Das Essensangebot bei den Olympischen Spielen legt also einen Schwerpunkt auf pflanzliche und lokale Produkte. Mindestens 50% aller Mahlzeiten sind vegetarisch und/oder mindestens 50% aller tierischen Proteine werden durch pflanzliche Proteine ersetzt und die Nährwerte sowie die Umweltauswirkungen der Gerichte werden transparent dargestellt. Das Angebot reicht von Blumenkohl und Ofenkartoffel mit Kurkuma über bis hin zu Moussaka ohne Fleisch.8 Mmhhhhmm. 

Leben die Sportler:innen auch vegan?

Wir wissen, sich sowohl pflanzenbasiert zu ernähren als auch vegan und nachhaltig zu leben ist nicht das Gleiche. Wie sieht es da bei den Athlet:innen aus? Achten sie auch beim Thema Kleidung darauf, keine Tierprodukte zu verwenden?

Das gesamte Team Deutschland wird von adidas gesponsert und die Athlet:innen bekommen während des Turniers ca. 80 Kleidungsstücke zur Verfügung gestellt.9 Ausgewählte Kleidungsstücke aus der Kollektion werden auch auf der adidas Website verkauft. Alle derzeit verfügbaren Kleidungsstücke sind vegan und bestehen größtenteils aus recycelten Materialien.10 Trotzdem bewertet die Plattform good on you adidas nur als “nicht gut genug”.11 Größter Kritikpunkt hier ist, dass adidas nicht genug unternimmt, um sicherzustellen, dass seinen Arbeiter:innen ein existenzsichernder Lohn gezahlt wird. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb wir bei Shop Like You Give a Damn eine bestimmte Marke nicht anbieten: wir legen großen Wert darauf, dass sie vegan, fair (!), nachhaltig, inklusiv und sozial ist.

Jonas Raess, der vegane Schweizer, wird zudem von On Running gesponsert, die ausschließlich vegane Laufschuhe im Angebot haben.12 Good on you bewertet On Running ein bisschen besser als adidas und erteilt das Fazit “It’s a start”.13 Auch hier fehlt es an Transparenz hinsichtlich der Zahlung existenzsichernder Löhne für die Arbeiter:innen.

Das Shop Like You Give a Damn Olympia Fazit

Im Profisport scheint der gesundheitliche Aspekt für viele Athletinnen und Athleten im Vordergrund zu stehen, wenn sie sich gegen Tierprodukte entscheiden. Unser Motto aber lautet, ganz nach der amerikanischen Autorin Colleen Patrick-Goudreau “Don’t Do Nothing Because You Can’t Do Everything. Do Something. Anything”.14 Deswegen freuen wir uns darüber, dass es immer mehr Athlet:innen gibt, die sich pflanzenbasiert ernähren. Aber wir hoffen auch, dass es bei den nächsten Olympischen Spielen heißt: “more vegan, more local, more sustainable and just as stylish”.

P.s.: Du hingegen brauchst für das passende, vegane Outfit, bei dem den Arbeiter:innen ein existenzsichernder Lohn gezahlt wird, nicht noch vier weitere Jahre warten. Egal ob du selber sportlich aktiv bist oder von der Couch anfeuerst, bei uns findest du bequeme und lässige Sportkleidung für Damen & Herren. Aber denk dran: Kaufe achtsam ein. Nicht mehr als du brauchst. Und immer vegan, fair und so nachhaltig wie möglich.