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Was ist vegane Mode?

Kim Kim 05 May 2022 Was ist vegane Mode?

"Wie kann Mode denn vegan sein oder nicht?" Das fragst du dich vielleicht, wenn du den Titel dieses Blogs liest. Wenn du an Veganismus denkst, ist das Erste, was dir in den Sinn kommt, eine pflanzliche Ernährung. Und obwohl du allein damit schon viele tierische Freunde gewinnst, bedeutet Veganismus viel mehr. Veganer:innen verwenden keine Produkte tierischen Ursprungs. Das bedeutet: keine Lederschuhe, keine Produkte aus Wolle, Seide, Pelz oder Daunen. Und weshalb nicht? Und was tragen Veganer:innen stattdessen?

 

In diesem Blog:

  1. Was ist vegane Kleidung?
  2. Warum sollte man sich für vegane Kleidung entscheiden? Über die Auswirkungen der Modeindustrie auf die Umwelt und das Tierleid.
  3. Welche Materialien sind nicht vegan? Es geht um mehr als Wolle, Filz, Leder und Wildleder, Pelz, Seide, Federn und Daunen. Es gibt weitere tierische Stoffe, von denen du nicht wusstest, dass sie in der Mode- und Kosmetikindustrie weit verbreitet sind.
  4. Was sind vegane und nachhaltigere Alternativen?
  5. Wo kann man vegane Mode, vegane Schuhe und vieles weitere von veganen Marken kaufen?

Die Quellen, die zum Verfassen dieses Artikels verwendet wurden, findest du am Ende dieser Seite.

1. Was ist vegane Kleidung?

Wenn man von veganer Kleidung oder “vegan fashion” spricht sind Kleidung, Schuhe, Taschen und andere Accessoires gemeint, die ohne die Verwendung von tierischen Produkten auskommen, und ohne Tierleid hergestellt wurden. Genauer gesagt: Modeartikel, die keine tierischen Materialien enthalten und für die während des gesamten Produktionsprozesses keine tierischen Nebenerzeugnisse verwendet wurden.

Die Klamotten in deinem Kleiderschrank könnten aus tierischen Materialien wie Wolle, (Wild)leder, Pelz, Daunen, Filz, Seide oder Farbstoffen hergestellt sein. Oder mit Materialien tierischen Ursprungs verklebt sein. Was bleibt also übrig, wenn man sich einen veganen Kleiderschrank zusammenstellen möchte?? Es scheint nicht viel zu sein, oder? Und ist das nicht ganz schön langweilig?

Da haben wir gute Neuigkeiten: Vegane Mode ist alles andere als langweilig! Du kannst mit veganer und fairer Kleidung und Slow Fashion genauso stylisch sein wie mit Mainstream-, "normaler" oder sogar Fast Fashion. Meistens ist es sogar schwer, die beiden Arten zu unterscheiden. Aber dieser (oft unsichtbare) Unterschied kann die Welt verändern. Sowohl für das Leben der Tiere als auch für die Umwelt.


 

2. Warum sollte du dich für vegane Mode entscheiden?

Die Auswirkungen der Modeindustrie: Das Tierleid

Oft leben Menschen aus ethischen Gründen vegan, zum Beispiel aus Mitgefühl für Tiere. Aber eine vegane Lebensweise hat noch viele weitere positive Auswirkungen. Für deine Mitmenschen, die Umwelt und sogar für deine eigene Gesundheit. Mehr dazu erfährst du in What is veganism and why go vegan?

Neben den schrecklichen Auswirkungen auf die Umwelt, bringt die Modeindustrie eine Menge Tierleid mit sich. Das meiste dieses Leids ist versteckt. Verbraucher:innen hören, sehen und denken nur sehr selten daran. Und das ist so gewollt.

Kurz gesagt: Viele der konventionellen Materialien, aus denen unsere Kleidung hergestellt wird, stammen von Tieren. Diese verbringen oft zeit ihres Lebens in Käfigen, ohne Sonnenlicht und verbringen ein einsames Dasein mit einem frühzeitigem Tod. Dies geschieht nicht nur für Kleidung (man denke an Pelze oder Wolle), sondern auch für Kosmetik (Tierversuche) und Lebensmittel (wie Milch oder Eier). Für diese Industrien ist es üblich Tiere vorzeitlich umzubringen wenn sie keinen Profit mehr generieren oder schon davor, für ihre Haut (z. B. Leder oder Pelz), ihr Fleisch, oder andere tierische Stoffe (wie Seide).

Diese gigantischen Industrien sind ausschließlich auf Profit ausgerichtet. Dies geschieht auf Kosten der Tiere. Erstaunlicherweise finden es nur wenige Menschen in Ordnung, wie und in welchem Ausmaß Tiere in diesen Industrien missbraucht werden. Das Problem jedoch ist, dass wir oft nicht wissen, was den Produkten, die wir konsumieren, vorausgeht. Nicht ohne Grund, findet dieses Leid hinter verschlossenen Türen statt.

In der niederländischen Zeitung Trouw erschien ein Artikel mit einem Satz, der durchaus im Gedächtnis bleibt. "Dass wir Tiere auf diese Weise leiden lassen, ist eine unangenehme Tatsache, die wir wegschieben können, solange alles im Verborgenen stattfindet. Aber wenn man ihn sieht, diesen wortlosen Schmerz, ändert sich alles." Wahrscheinlich haben Schlachthäuser deshalb keine Glaswände!

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

Tierleiden in der Bekleidungsindustrie
 

Die Umweltauswirkungen der Modeindustrie

Ein weiterer wichtiger Grund, deinen Kleiderschrank zu veganisieren, ist die Umwelt. Die Produktion all dieser Stoffe für die Modeindustrie belastet unseren Planeten massiv. Aber wusstest du, dass die Materialien, die als normale Textilien gelten, wie Seide und Leder, auch zu den umweltschädlichsten Stoffen gehören?

  • Es klingt vielleicht etwas seltsam, aber die Gase die von Wiederkäuern ausgestoßen werden, wie Schafen und Kühen, verursacht enorm hohe Treibhausgasemissionen. Darunter auch Methan: ein Gas, das Wärme etwa 30-mal effektiver einschließt als CO2. Das wäre kein Problem, wenn es nicht so viele Nutztiere auf unserem Planeten gäbe. Die Viehzucht hat daher einen großen, direkten Einfluss auf die globale Erwärmung.
  • In diesen Betrieben werden viele Chemikalien und Pestizide eingesetzt. Auf dem Weideland, auf dem die Tiere grasen, und manchmal sogar an den Tieren selbst. Bei der Verarbeitung, Reinigung und Bemalung von Leder werden eine Vielzahl giftiger Chemikalien verwendet. Diese gelangen in die Luft und das Grundwasser.  Das kann zu einer starken Verunreinigung des Trinkwassers und der Lebensmittel in der Umgebung führen. Und führt somit bei Menschen und Tieren zu vielfältigen gesundheitlichen Problemen. Außerdem sind Haut und Lungen der Fabrikarbeiter:innen solchen gefährlichen Chemikalien jeden Tag, oft ungeschützt, ausgesetzt. 
  • In diesen Industrien werden riesige Mengen an Wasser verbraucht. Allein die Tiere trinken Zehntausende von Litern Wasser pro Jahr. Auch das Schlachten und Gerben der Haut sowie das Waschen des Fells kosten eine beachtliche Menge an Wasser. Das Gleiche gilt für die Seidenindustrie, in der die Seidenraupen lebendig gekocht werden. Der Produktionsprozess ist nicht nur alles andere als tiergerecht, sondern auch ineffizient. Seide hat eine hohe Umweltbelastung und ist pro Kilogramm Stoff sogar die schädlichste Textilfaser von allen. 

Du fühlst dich ein bisschen überfordert? Absolut verständlich, aber... das muss nicht sein. Im Folgenden geben wir dir eine Übersicht über alle Stoffe, die du vermeiden solltest, wenn du umweltbewusster und tierfreundlicher einkaufen/leben willst. Das wird das Ganze schon viel einfacher machen. Zudem nennen wir dir eine ganze Reihe an Alternativen, die sowohl ethisch als auch ökologisch verträglicher sind.

Aber was auch immer du tust, unterschätze bitte nie, wieviel Einfluss du auf die Welt haben kannst. Und nur weil du nicht alles auf der Welt ändern kannst, heißt das nicht, dass du nichts tun solltest. Eines unserer Lieblingszitate: 

"Tu nicht Nichts, weil du nicht Alles tun kannst. Tu etwas. Irgendetwas."

Kluge Worte von Colleen Patrick-Goudreau. Sie sagt: "Tu wenigstens das, wozu du in der Lage und bereit bist. Aber gar nichts zu tun, nur weil du denkst, dass du alles tun musst, macht absolut keinen Sinn. Das ist das ultimative Beispiel für Selbstsabotage." (Lies mehr darüber in unserer Mission.)

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

Klimawandel Treibhausgase Umwelt Bekleidungsindustrie Lederindustrie Färben Gerben Viehzucht


3. Welche Bekleidungsmaterialien sind nicht vegan

Wolle und Filz

Wolle besteht aus den Haaren von Tieren wie Merinoschafen, Angorakaninchen, Kaschmir- oder Angora Ziegen. Sie kann auf Kleideretiketten als Wolle, Merino, Kaschmir, Mohair oder Filz erscheinen. Die Zustände, unter denen diese Tiere gezüchtet werden, sind oft sehr schlecht. Und, wie bereits erwähnt, sind diese Materialien auch besonders umweltschädlich.

Leider stammt die überwiegende Mehrheit der Schafwolle, die wir hier in den Niederlanden, aber auch in vielen anderen europäischen Ländern verwenden, aus Teilen der Welt in denen das Mulesing noch üblich ist. Diese Schafe werden so gezüchtet, dass sie viele Falten in ihrer Haut haben. Somit kann mehr Wolle pro Tier produziert werden, was wiederum mehr Gewinn bedeutet. Durch diese faltige Haut bleibt jedoch viel Rückstände und Keime in den Hautfalten zurück. In diesen legen Fliegen leicht ihre Eier ab. Wenn die Larven dieser Fliegen schlüpfen, fangen sie an, die Schafe zu fressen. Das ist äußerst schmerzhaft und endet für die Schafe meist tödlich. Um dies zu verhindern, schneiden die Züchter:innen Haut- und Fleischstücke aus dem Schwanz und den Hinterbeinen der Schafe heraus - oft ohne Betäubung.

Wir haben einen ausführlichen Artikel über Wolle geschrieben, der Fragen beantwortet wie:

  • Warum so viel Tierleid hinter dieser Industrie steckt,
  • wie es kommt, dass wir in Europa zu dieser Tierquälerei beitragen,
  • warum die Umweltbelastung durch Wolle so groß ist,
  • warum Schafe natürlich überhaupt nicht geschoren werden müssen,
  • und welche tierfreundlichen Alternativen es gibt, die einfach toll sind.

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

Lederindustrie Tierleid


Leder und Wildleder

Leder ist eigentlich nichts anderes als Pelz ohne Haare. Es ist die Haut von z.B. Kühen, Kälbern, Pferden, Lämmern, Ziegen oder Schweinen. Es gibt ein europäisches Einfuhrverbot für Hunde- und Katzenfelle. Jedoch gibt es kein Verbot für die Einfuhr von Hundeleder: Das darf also auch in Europa verkauft werden. Marken müssen nicht angeben, von welchem Tier Leder stammt. Deshalb ist nicht bekannt, in welchen Produkten es verarbeitet wird. 

Vielleicht ist Pelz etwas, das du nie tragen könntest. Aber wie gesagt: Leder ist im Grunde genommen Pelz, nur dass die Haare entfernt wurden. Dementsprechend ist die Tierfell Industrie auch verantwortlich für viel Tierleid. Glaube nicht, dass es in anderen Branchen, die Tierfelle "produzieren", keine Tierquälerei gibt. Offensichtlich musste ein Tier sterben, damit seine Haut zu Leder verarbeitet werden kann. Doch auch die oft kurzen Leben der Tiere ist nicht lebenswert, da sie von einer profit-orientierten Industrie in Massen gehalten werden. Im Gegensatz zu dem, was oft angenommen wird, ist Leder nicht nur ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Jedes Jahr werden in der Lederindustrie mehr als eine Milliarde Tiere allein für Leder getötet.

Außerdem wird Leder mit allen möglichen giftigen Chemikalien behandelt. Substanzen wie Zyanid, Kohle-Teer und Chrom tragen dazu bei, die Zersetzung der Haut zu verhindern und Leder besser verwendbar zu machen. Ohne diese "Gerbung" würde sich die Tierhaut bald zersetzen. So verschmutzen große Mengen giftiger Abfallstoffe nicht nur unseren Planeten. Besonders alle Menschen, die unter diesen ungesunden Bedingungen arbeiten leiden sehr.

Wir haben auch einen ausführlichen Artikel über die Realitäten der Lederindustrie geschrieben. Darin gehen wir auf folgende Dinge ein:

  • Eine simple Tatsache: Du kannst kein Leder tragen, ohne dass ein Tier dafür gestorben ist.
  • Die Lederherstellung ist nicht nur für Tiere tödlich, sondern auch für unsere Mitmenschen und unseren Planeten.
  • Wusstest du, dass du vielleicht sogar Hunde- oder Katzen Haut trägst?
  • Und nein, Leder ist nicht nur ein Nebenprodukt der Fleisch- und Milchindustrie.
  • Die Lederproduktion verursacht Unmengen an Chemikalien. Diese sind unberechenbar und zerstören alles in ihrem Umfeld.

Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche Innovationen, die die Produktion von Tierleder hoffentlich bald überflüssig machen. Schau dir diese 6+ veganen und nachhaltigeren Alternativen zu Leder an.

Pelz

Pelz wird aus der Haut von Nerzen, Kaninchen, Füchsen, Hunden, Robben, Waschbären, Katzen, Kojoten, Chinchillas und vielen anderen Lebewesen hergestellt. Auf Pelzfarmen leben sie unter schrecklichen Bedingungen und in sehr kleinen Käfigen. Da dies nicht ihrem natürlichen Lebensraum entspricht, fangen die Tiere an, unnatürliche Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Beispiele hierfür sind Kämpfe, Selbstverstümmelung und Kannibalismus. Während Nerze in der Regel vergast werden, werden Füchse und Waschbären oft mit einem Elektrostab getötet - ein Verfahren, das so entsetzlich ist, dass wir in diesem Artikel nicht genauer darüber schreiben wollen. 

Leider ist die weltweite Nachfrage nach Pelz in den letzten Jahren stark gestiegen und der Preis ist gefallen. Echter Pelz ist oft nur schwer von hochwertigem Kunstpelz zu unterscheiden. Deshalb kann sich viel echter Pelz in den Kragen und Kapuzen von Mänteln einschleichen. 

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

Bont industrie dieronvriendelijk
 

Federn und Daunen

Federn werden durch das Rupfen von Gänsen und Enten, aber auch von Hühnern und Fasanen gewonnen. Daunen werden oft als Isoliermaterial in Mänteln, Schlafsäcken oder Daunendecken verwendet. Andere Federn haben oft eine dekorative Funktion. Oft lässt sich die genaue Herkunft der Federn nicht zurückverfolgen.

Nachdem die Gänse und Enten wegen ihres Fleisches geschlachtet wurden, können die Federn als Nebenprodukt angesehen werden. Dies unterstützt jedoch indirekt die Gänseleber- und Eierindustrie .

Es ist jedoch lukrativer, die Tiere zu rupfen, während sie noch leben. Gänse zum Beispiel können während ihres Lebens bis zu vier bis fünf Mal gerupft werden. Zum Beispiel, wenn sie mausern und ihre Federn ausfallen. Die Industrie wartet aber oft nicht auf diesen Moment, denn nicht alle Tiere befinden sich im gleichen Mauser-Stadium. Bei manchen Tieren sind die Federn nicht locker genug. Das führt dazu, dass nicht nur die Federn, sondern auch Hautstücke  ausgerissen werden. Das bedeutet für die Tiere erhebliche Schmerzen und Stress.

Seide

Seide wird aus einer Substanz gewonnen, die von der Seidenraupe abgesondert wird. Die Seidenraupe ist die Larve einer Schmetterlingsart. Die Raupe produziert diesen Rohstoff, um einen Kokon mit Seidenfäden zu weben, in dem sie sich in eine Motte entwickeln kann. Um diese Fasern industriell nutzen zu können, werden die Raupen in der Regel lebendig gekocht. Dies ist notwendig um sicherzustellen, dass die Raupen sterben und die Kokons intakt bleiben.

Für die Herstellung eines Seide Kleidungsstücks wird eine enorme Menge an Raupen benötigt. Für eine Seidenbluse werden mehr als 600 Kokons benötigt. Außerdem wird bei der Herstellung eine große Mengen Wasser verbraucht. Das ist ineffizient und sehr ressourcenaufwändig. Wieder einmal zahlt die Umwelt einen hohen Preis. Es gibt eine Möglichkeit, die Seide zu gewinnen, während die Raupen am Leben bleiben. Aber in diesem Fall sind die Tiere so gezüchtet, dass sie nicht in der Lage sind, normal zu leben. Sie können nicht fliegen oder normal fressen, mit Freiheit hat das also noch lange nichts zu tun.

Der Glanz, für den Seide bekannt ist, liegt nicht an den Raupen, sondern an der Webtechnik. Eine Stoffart, die mit der gleichen Technik hergestellt wird (bei der die Garne eng aneinander gewoben werden), wird Satin genannt. Auch hier braucht man keine tierischen Rohstoffe.

Wir haben diesen ausführlichen Artikel über Seide geschrieben und warum Ahimsa oder Peace Silk auch nicht die Lösung ist.
Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

Zijde productie dieronvriendelijk


Andere tierische Stoffe, die häufig in Kleidung und Kosmetik verwendet werden

Nicht nur Wolle und Filz, Leder und Wildleder, Pelz, Seide, Federn und Daunen sind in Modeartikeln zu finden. Wusstest du, dass auch Schuhe aus synthetischen Materialien, Baumwoll-T-Shirts oder deine Kosmetiktasche alle möglichen tierischen Zusatzstoffe enthalten können? Wir nennen dir ein paar der häufigsten.

1. Kleber

Schuhe und Handtaschen werden oft mit Klebstoff hergestellt, der tierische Bestandteile enthält. Dieser Kleber enthält oft Stoffe wie Glutinleim, welcher aus Knochen oder Häuten gewonnen wird. Oder auch das Milcheiweiß Kasein, welches wie der Name schon sagt, aus Milch gewonnen wird.

2. Tinte

Einige Textilfarben für Kleidung enthalten tierische Materialien, wie z. B. Blut von Läusen, Knochen und Schnecken. Auch die gebräuchlichste Tinte ist nicht auf Wasserbasis, sondern basiert auf Plastisol: ein umweltschädliches Produkt, welches auch in Weichspülern verwendet wird.

3. Siebdruck- (oder: Siebdruck-) Emulsion

Sicher, dass dein T-shirt vegan ist? Denn Siebdruck, der zum Bedrucken von T-Shirts verwendet wird, enthält normalerweise Gelatine. Diese Substanz stammt aus den Schlachtabfällen wie Knochen, Haut und Knorpel von z.B. Kühen und Schweinen.

4. Perlmutt und Horn

Diese Materialien werden für die Herstellung von Knöpfen, Schmuck und Haarklammern verwendet. Perlmutt stammt aus den Schalen von Muscheln. Diese werden für dieses Material in Aquakulturen gezüchtet, um ihnen dann das Perlmutt zu entnehmen. Horn ist das harte Material von Hörnern, Hufen und Schnäbeln, das hauptsächlich aus keratin-reichen, Zellen besteht.

5. Tierische Stoffe in Kosmetikprodukten

Selbst tierversuchsfreies Make-up und andere Pflegeprodukte enthalten regelmäßig tierische Produkte. Beispiele hierfür sind Bienenwachs oder Honig, Karmin (aus Läusen), Kollagen (z. B. aus Fischen), Elastin (z. B. von Kühen), Keratin (aus Haaren, Hufen, Schnäbeln und Knochen), Lanolin (Wollfett von Schafen), Glycerin (meist tierisches Fett, kann aber auch pflanzlichen oder synthetischen Ursprungs sein). Neben diesen gibt es noch viele weitere Stoffe. 

Um mehr zu lernen, schau gerne bei unseren anderen Blogs vorbei. Wir haben über 25 häufig verwendete tierische Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten geschrieben und erklären dir, warum du Honig und Bienenwachs meiden solltest.

6. Tierhaare in Schminkpinseln und Wimpernverlängerung

Schminkpinsel bestehen in der Regel aus Tierhaare. Darunter Nerze und Marder, Eichhörnchen, Ziegen und sogar Ponys. Die Haare der beiden letzteren sind Nebenprodukte der Ziegen- und Pferdefleisch-Industrie. Falsche Wimpern, die nicht synthetisch sind, werden auch aus Seide oder Nerzfell hergestellt.

4. Was sind vegane und nachhaltigere Alternativen in der Mode?

Zum Glück gibt es heute viele schöne vegane Textilien und andere Materialien, die ohne die Ausbeutung von Tieren hergestellt werden können. Zusätzlich haben diese oft einen geringeren CO2-Fußabdruck.

Wenn du auf der Suche nach stilvoller und veganer Mode bist, gibt es viele gute Optionen. Darunter sind Hanf, Bio-Leinen, recycelte und Bio-Baumwolle. Aber auch recyceltes Polyester und Nylon, Lyocell/Tencel und EcoVero, welches nachhaltiger aus Zellstoff hergestellt wird, Bambus und sogar biologisch abbaubarer Biokunststoff (z.B. aus Zuckerrohr) sind gute Optionen.

Außerdem gibt es wollfreie Strickwaren. Und fließende, seidenähnliche und pflanzliche Stoffe und synthetischen Filz. Sogar künstliche Federn und Daunen auf Pflanzenbasis gibt es. Zudem gibt es vegane, tierversuchsfreie Optionen für jegliche Art von Kosmetik- und Pflegeprodukten. Und auch Kosmetikpinsel und falsche Wimpern gibt es in hochwertigen synthetischen Varianten. Völlig tierversuchsfrei.

Heutzutage kannst du die schönsten Taschen, Schuhe und Gürtel aus Kunstleder oder hochwertigem Wildlederimitat finden. Nun denkst du wahrscheinlich: Ist das nicht nur zweitklassiges Kunstleder, das billig aussieht? Wir verstehen deine Skepsis. Richtig, Kunstleder und Wildleder werden oft aus neuem Kunststoff hergestellt. Somit sind sie nicht viel besser für die Umwelt als ihre tierischen Gegenstücke. Aber die Materialien, über die wir hier sprechen, sind nicht die, die du seit Jahren kennst.

Jeden Tag kommen die luxuriösesten, nachhaltigsten und innovativsten pflanzlichen Leder Alternativen hinzu. Aus Ananas-Fasern (Piñatex), Apfelschalen, Pilzen, Kork, waschbarem Papier, recyceltem oder natürlichem Kautschuk, recyceltem Polyester und vielen weiteren Materialien. Wir sind gespannt, was uns noch alles erwartet 😉 .

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

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Um jedoch eines klar zu stellen: Alle neu produzierten Stoffe und Produkte haben einen gewissen CO2-Fußabdruck. Ganz einfach, weil jede Produktion Auswirkungen auf die Umwelt hat. Selbst wenn ein Kleidungsstück umweltfreundlich hergestellt wird, kann es zur Plastiksuppe in unseren Ozeanen beitragen. Zum Beispiel über Mikrofasern, die das Textil beim Waschen abwirft. Ein anderes Material kann beim Anbau eine Menge Pestizide benötigen. Aber alle diese Optionen sind besser als das, womit wir derzeit arbeiten. Und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Deshalb sagen wir: Je weniger du kaufst, desto besser. Aber wenn du vegan und fair einkaufst, dann weißt du wenigstens, dass du nicht ungewollt zu unnötigem Leiden von Mensch und Tier beiträgst. Heutzutage ist es kinderleicht vegane und ethische Produkte zu finden. Ohne dabei Kompromisse bei deiner Ästhetik eingehen zu müssen.

Der Artikel wird unter diesem Bild fortgesetzt.

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5. Wo kannst du also vegane, faire und nachhaltige Mode kaufen?

Na, hier. 😁 Willkommen im größten veganen Online-Kaufhaus Europas. Hier kannst du aus Tausenden Produkten von Hunderten verschiedenen Marken und Verkäufer:innen wählen.

Wir bieten eine nachhaltigere, vegane Damen- und Herrenkollektion mit Mode, Taschen, Schuhen und allen möglichen Accessoires an. Außerdem findest du bei uns tierversuchsfreie Kosmetik und vegane Pflege Produkte.

Damit du dich in deiner Haut und Kleidung so richtig wohlfühlen kannst, machen wir es einfach für dich, bewusst einzukaufen. Denn wer will schon zur Ausbeutung und anderem unnötigen Elend in der Welt beitragen? Deshalb bieten wir in unserem Online-Kaufhaus nur vegane Produkte an, die so umweltfreundlich wie möglich sind. Arbeiter:innen arbeiten unter sicheren Arbeitsbedingungen und werden fair bezahlt. Kurz gesagt: faire Mode in jeder Hinsicht. Jeder Artikel trägt ein oder mehrere Labels, mit denen du die Artikel nach den Kriterien, die dir am wichtigsten sind, auswählen oder filtern kannst.

Erfahre mehr darüber, wer wir sind, warum Veganismus so wichtig für uns ist und warum wir dieses Kaufhaus gegründet haben.

Viel Spaß beim Einkaufen! 

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Holländische Grüße von Kim und dem Team

Was ist vegane Mode?

Quellen: