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Was ist Faire Mode und warum ist dieses Thema so wichtig?

Ineke Ineke Polly Polly 10 May 2022 Was ist Faire Mode und warum ist dieses Thema so wichtig?

Was bedeutet eigentlich faire Mode oder 'Fair Fashion'? Viele von uns haben die Verbindung zwischen Fast Fashion und den (schädlichen) Auswirkungen auf die Umwelt hergestellt. Besonders im Bezug auf die verwendeten Ressourcen und den entstehenden Abfall. Oft hören wir, wie wichtig es ist, weniger und nachhaltiger zu konsumieren. Aber es gibt noch eine versteckte Facette der Fast Fashion Industrie. Wie oft bekommen wir eigentlich eine Antwort auf die Frage 'Wer hat meine Kleidung hergestellt'?

Gerade jetzt, nachdem die globale Pandemie mehr Licht auf die schlechten Bedingungen und die Arbeitslosigkeit vieler Textilarbeiter:innen geworfen hat, ist es wichtig, dass dieses Thema die notwendige Aufmerksamkeit bekommt. Also, lasst uns gemeinsam lernen wie unenthisch produzierte Mode immer weiter fortbesteht. Aber auch, wie wir sie vermeiden und Mode endlich fair machen können.
 

In diesem Blog:


Was bedeutet faire Mode und warum ist nicht alle Mode fair?

Faire oder ethische Mode beschäftigt sich mit der fairen Behandlung von Arbeiter:innen. Für uns als ethisches Online-Kaufhaus bedeutet dies, dass alle Arbeiter:innen, die an der Produktion von Produkten beteiligt sind, einen existenzsichernden Lohn und/oder ein existenzsicherndes Einkommen erhalten sollten. Außerdem arbeiten sie unter Bedingungen, die hohen Gesundheits- und Sicherheitsstandards entsprechen. Sie haben legale und frei gewählte Arbeitsverträge, vernünftige Arbeitszeiten und die Freiheit, sich kollektiv zu organisieren. Zudem gibt es keine Toleranz für Kinderarbeit und soziale Diskriminierung.

Diese Bedingungen sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch in der Fast Fashion Welt, in der der Profit regiert, werden Menschen oft nicht anders behandelt als Rädchen in einer Maschine. Sie werden aufgefordert, so schnell und so viel wie möglich zu produzieren.

Da Modemarken oftmals keine eigenen Fabriken besitzen, werden ihre Kleidungsstücke von vielen verschiedenen Unternehmen hergestellt. Dies macht die internationalen Lieferketten sehr komplex und undurchsichtig. Aber wie kommt das?

Modemarken verlangen von Textilfabriken in der Regel unangemessen große Bestellungen. Diese können oft nicht rechtzeitig geliefert werden.1 Also bitten diese Textilfabriken andere Fabriken, einen Teil der Bestellung auszuführen. Natürlich zu einem günstigeren Preis, damit sich die Bestellung für sie noch lohnt. Dann wieder herum, kann sich diese Fabrik an eine andere Fabrik wenden, wenn der Auftrag auch für sie zu hoch ist.

Die Marke, die die Bestellung aufgegeben hat, ist in der Regel nicht über alle Fabriken informiert, die an der Ausführung der Bestellung arbeiten. Das nimmt sie jedoch nicht aus der Schuld.

Modemarken wissen sehr wohl, wie unrealistisch ihre Bestellungen sind. Was sie jedoch nicht wissen wollen, ist was zwischen Auftragserteilung und dem Abschluss der Bestellung passiert. Und wenn eine Textilfabrik mehr Zeit für die Fertigstellung der Bestellung verlangt - oder zum Ausdruck bringt, wie unrealistisch die Bestellung ist -, dann geht die Marke einfach zur nächsten Fabrik, die bereit ist, die Kosten zu senken. Die Modemarken haben die gesamte Macht. Und dafür sollten sie auch die Verantwortung tragen.

Das Ergebnis dieses (komplexen) Prozesses sind sehr kostengünstige Kleidungsstücke. Den wahren Preis zahlen jedoch die Textilarbeiter:innen in den Fabriken, die diese günstigen Kleidungsstücke herstellen. 

Was sind die fundamentalsten Probleme in der Fast Fashion-Industrie?

1. Fast Fashion lebt von Armut und erhält diese aufrecht

Die meisten von uns haben es schon einmal erlebt. Du läufst die Einkaufsstraße entlang, entdeckst ein Schild mit einem Preisnachlass von 70 % und rennst in den Laden. In manchen Geschäften ist das Schild gar nicht nötig, weil ein T-Shirt sowieso nur 3 € kostet. Es ist einfach, diesen Preis gut zu finden - denn er schont unseren Geldbeutel. (Naja, wir könnten sogar noch billiger davon kommen, indem wir einfach nichts kaufen würden. 😉 )

Du hast dich bestimmt schon einmal gefragt: Wie kann ein T-Shirt so (finanziell gesehen) günstig sein? Das liegt daran, dass es versteckte Kosten für ein solches T-Shirt gibt.

Fast Fashion Marken sparen, wo immer es geht. Damit die Preise im Geschäft so niedrig wie möglich sind und du dich durch den Kauf nicht finanziell belastet fühlst.

Hier gibt es einen Anreiz von beiden Seiten. Du willst nicht zu viel Geld ausgeben. Aber günstige Kleidung ermöglicht es dir, mehr zu kaufen. Und das macht günstige Kleidung für die Modekonzerne wirtschaftlich so interessant. Je günstiger die Kleidung, desto mehr Konsument:innen kaufen sie. Und das resultiert in einem höheren Gewinn für die Unternehmen.
 

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“sales”


Wenn du den Cost per Wear-Faktor (also den Preis deines Kleidungsstücks in Relation dazu, wie oft du es tragen wirst) betrachtest, wirst du eines feststellen: ein hochwertigeres, nachhaltigeres und langlebigeres Kleidungsstück ist auf lange Sicht nicht unbedingt teurer. Ganz zu schweigen von dem unglaublichen Unterschied in der Auswirkung auf unsere Erde und alle ihre Bewohner.

Aber welche Abstriche werden gemacht? Nun, der größte von allen ist der Export von Arbeitskräften in andere Länder. Oftmals können Unternehmen dort aufgrund staatlicher Korruption mit niedrigeren Löhnen davonkommen. Oder sind rechtlich in der Lage, weniger zu zahlen, da es keine Gesetze für existenzsichernde Löhne gibt.2

Und (nicht nur) deshalb werden die Menschen in den Lieferketten der Textilindustrie größtenteils wie die Rädchen in einer Maschine behandelt. Und nicht wie Menschen.

Schauen wir uns Bangladesch als Beispiel an. Mehr als 80 % der Exporte dieses Landes sind Textilien. Das bedeutet, dass die Textilindustrie den Bürger:innen viele Arbeitsplätze bietet.3 Wenn du bedenkt, dass der existenzsichernde Lohn in der Hauptstadt Dhaka bei rund 255 € im Monat liegt, und der geschätzte Mindestlohn für Textilarbeiter:innen deutlich weniger als die Hälfte dieser Summe beträgt, hat die Bekleidungsindustrie die Armut in der Region verschlimmert.4,5

Aufgrund dieser niedrigen Löhne, profitieren westliche Unternehmen von der Auslagerung ihrer Arbeit in Länder wie Bangladesch.

Aber das ist nicht nur ein Problem in Bangladesch. Es ist ein Problem in vielen asiatischen und auch afrikanischen Ländern. Und nicht nur dort. Im Jahr 2020 wurde der Online-Mode-Riese BooHoo entlarvt. BooHoo zahlte seinen Textilarbeiter:innen in seiner Fabrik in Leicester, Großbritannien, rund 4,20 € pro Stunde.6,7 Das sind 6 € weniger als der Mindestlohn für die über 25-Jährigen in Großbritannien. Koste es was es wolle! Doch hier kostet es Arbeiter:innen deren (finanzielle) Freiheit.

Um mit solch niedrigen Löhnen über die Runden zu kommen, arbeiten Textilarbeiter:innen viele Überstunden.8,9 Im Durchschnitt leisten die Arbeiter:innen über 60 Stunden Arbeit pro Woche. In der Hochsaison sogar bis zu 18 Stunden an sieben Tagen pro Woche. Das geschieht nicht nur, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Sondern weil der Grundlohn zu niedrig ist, um ihre Existenz und die ihrer Familien zu sichern.

Die Nachfrage ist jedoch viel zu hoch, was sich auch auf die Textilarbeiter:innen auswirkt. Sie müssen 100 Hemden pro Stunde produzieren.10 In der Regel schaffen sie aber 'nur' 80 Hemden und liegen damit 20 Hemden unter der Produktionsquote. Um dies zu kompensieren, arbeiten sie zwei zusätzliche - und unbezahlte - Stunden.

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“KleidungimAngebot”


Außerdem ist der Job der Textilarbeiter:innen sehr ungewiss.11 Und das zeigt sich nicht nur in der Hochsaison. Der Rückgang von Verkäufen in Europa aufgrund der COVID-19-Pandemie brauchte ein grosses Problem mit sich. Er führte zu einem Rückstau von Produkten in Ländern, in denen die Arbeit ausgelagert wird.12 Bestellungen wurden dann schlichtweg storniert. Zudem weigerten sich Modemarken, Fabrikbesitzer:innen für die Arbeit zu bezahlen, die die Textilarbeiter:innen bereits für die Produktion geleistet hatten.

Dieser Arbeitsmangel führte zum Verlust des Arbeitsplatzes tausender Arbeiter:innen. Sie kehrten in die zerstörte Infrastrukturen der Wohnsiedlungen zurück. Ohne soziale Absicherung oder Gewerkschaften, hatten sie keine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In Kombination mit der Pandemie war das eine furchtbare Ungerechtigkeit.

2. Fast Fashion bedeuted sexuelle Gewalt gegen Frauen

Die Mehrheit der Textilarbeiter:innen, etwa 80 %, sind Frauen.13,41 Eigentlich kann die große Mehrheit der Frauen im Globalen Süden nur als Textilarbeiterin eingestellt werden, da diese Arbeit als 'weiblich' angesehen wird.14

Frauen wird zugeschrieben, dass sie keinen angemessenen Lohn brauchen, da sie oft die Zweitverdienerin der Familie sind. Im Gegensatz zu männlichen Textilarbeitern, die in der Regel 20-50% mehr verdienen. Für dieselbe Arbeit. Das ist einer der (vielen) Gründe, warum die Löhne der Frauen so niedrig sind. Deshalb ist es für die Unternehmen interessant, weibliche Textilarbeiter:innen einzustellen. Denn das ist wesentlich profitabler. Und so setzt sich der Kreislauf fort.

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“Sales”


Viele dieser Frauen erleben verbale, körperliche und sexuelle Gewalt an ihrem Arbeitsplatz.10,15

Viele Manager glauben, dass sie die Arbeiterinnen mit Gewalt zu schneller Arbeit 'motivieren' können. Erinnerst du dich an die unrealistische Produktionsrate von 100 Hemden pro Stunde?10 Die Manager, die keine Gewalt anwenden, werden oft als ' unfähig' und 'schwach' abgestempelt. Während diejenigen, die Gewalt anwenden, oft befördert werden.

Leider - jedoch nicht überraschend - melden die meisten Textilarbeiter:innen ihre Gewalterfahrungen nicht. Es gibt zu viele und zu hohe Hürden die überwunden werden müssten. Wenn sie eine Anzeige erstatten würden, wäre diese höchstwahrscheinlich nicht anonym.10 Das bedeutet, dass sie riskieren würden, noch mehr Gewalt durch ihre Vorgesetzten zu erfahren. Oder ihren Arbeitsplatz zu verlieren - ein Verlust, den sie sich nicht leisten können.

Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass Textilarbeiterinnen als 'Sexarbeiterinnen' oder 'sexuell promiskuitiv' wahrgenommen werden. Dadurch fühlen sich ihre Vorgesetzten befähigt, sie zu belästigen. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, warum dieses Verhalten unangemessen ist.15,16

All das - das Erleben und Miterleben von Gewalt und das Verschweigen dieser Gewalt - wirkt sich auf das Wohlbefinden der Textilarbeiterinnen aus.10 Viele fühlen sich bloßgestellt, verängstigt und deprimiert. Sie weinen oder können weder schlafen noch essen, wenn sie nach Hause kommen.

3. Fast Fashion Fabriken sind ein Gesundheitsrisiko

Um die Kosten zu senken, wird auch in den Textilfabriken, an allen Ecken und Enden gespart. Um so viele Menschen und Maschinen wie möglich in den Gebäuden unter zu bekommen, liegt die Auslastung oft an der Obergrenze oder sogar darüber.18 Wenn es um Krankheiten und Hygiene geht, sind Textilfabriken daher ein idealer Nährboden für Infektionen.

Im Mai 2020 waren Textilarbeiter:innen in Bangladesh gezwungen, zur Arbeit zurückzukehren. Die Bekleidungsfabriken wurden trotz eines landesweiten Lockdowns wieder geöffnet.19,20 Die Arbeiter:innen sagten, dass ihr Leben in Gefahr war, weil sie auf engstem Raum arbeiten mussten. Ohne dass Maßnahmen wie das Tragen eines Mundschutzes oder das Einhalten von angemessener Distanz eingehalten wurden.

Auch die Fabriken von Boohoo, welche in Leicester 75-80% der Bekleidungsproduktion ausmachen, wurden im Juni 2020 geschlossen. Grund dafür war eine Häufung von COVID-19-Fällen. Diese wurden explizit mit den Bedingungen in den Textilfabriken in Verbindung gebracht.6 Enge Räume mit schlechter Belüftung sowie fehlende Schutzausrüstung oder Abstandsregelungen. All das hat höchstwahrscheinlich zu dieser Häufung von Infektionen geführt.21

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Wie haben die Vorgesetzten reagiert? Aus einigen Berichten geht hervor, dass Manager gesetzliche Lohnfortzahlung verweigerten. Und diejenigen, die selbst infiziert waren oder ein infiziertes Familienmitglied hatten, wurden angewiesen, während der Krankheit weiterzuarbeiten. Sonst hätten sie auch keinen Lohn erhalten.

Aber was ist mit den Gesundheitsrisiken in Fabriken, wenn es keine globale Pandemie gibt? Leider gibt es für Textilarbeiter:innen keine 'guten alten Zeiten'.

Viele schädliche Chemikalien werden verwendet, um den Produktionsprozess zu beschleunigen. Deshalb werden sie in einer Branche, die von schneller Massenproduktion lebt, im Übermaß eingesetzt. Die Beschäftigten, die ihnen ausgesetzt sind, setzen ihre Gesundheit aufs Spiel. Ohne angemessene Schutzausrüstung kann das sehr gefährlich und sogar tödlich sein.22

Chrom (ein Krebserreger der Gruppe 1) wird zum Beispiel in Ledergerbereien verwendet. Es soll das Leder reinigen und weich machen.23 Die Verwendung ist so unkontrolliert und enorm, dass du, wenn du dort arbeitest, ein 5-mal höheres Risiko hast, an Leukämie zu erkranken.24
 


Darüber hinaus bedeuten die langen Arbeitszeiten eine schlimme Überanstrengung der Augen. Hinzu kommen Probleme mit der Wirbelsäule und ständiges Einatmen von Mikrofasern in der Luft. Diese Gesundheitsrisiken werden nicht durch geeignete Beleuchtung, bequeme Sitzgelegenheiten oder Ventilatoren gemildert.25,26

4. Fast Fashion operiert in gefährlicher Infrastruktur

Nach der Rana Plaza-Katastrophe 2013 wurde bekannt, dass es in den Fabriken der Fast Fashion-Branche kaum Sicherheitsvorkehrungen gibt.

Als diese achtstöckige Textilfabrik in Dhaka einstürzte kamen mehr als 1000 Beschäftigte ums Leben. Die verschiedenen Fabriken in dem Gebäude hatten Kleidung für viele Marken wie Mango, Primark und Walmart produziert. Aber auch Produkte von Marken wie Versace und Prada wurden dort gefertigt.27,28

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“Infografik zu Rana Plaza”

Sources: Clean Clothes Campaign, ILO, metro.co.uk.


Die Rana Plaza Katastrophe ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass die Sicherheit in den Fabriken vernachlässigt wird. Die Priorität liegt in der Massenproduktion von Produkten, also in der Profitmaximierung. Und nicht in der Existenzsicherung der Menschen, die diese möglich machen.

Schon Tage vor dem Einsturz wurden Risse im Gebäude festgestellt. Doch der Eigentümer Sohel Rana bestand darauf, die Arbeiten fortzusetzen.29,30 Nach der Katastrophe stellte sich heraus, dass die oberen Stockwerke ohne Genehmigung gebaut worden waren. Sie waren daher strukturell unsicher. Außerdem war das Gebäude für Geschäfte ausgelegt. Und nicht für schwere Maschinen, die Vibrationen durch das Gebäude schickten. Doch aufgrund fehlender Gesundheits- und Sicherheitsgesetze, sowie komplizenhafter Geschäftsleitung und Regierungen gibt es Orte wie Rana Plaza weiterhin überall.31

Der Fall Rana Plaza hat die Aufmerksamkeit der Medien und der Verbraucher:innen auf sich gezogen. Als die Anzahl der Proteste in die Tausende gingen, wurde ein neues Abkommen über die Sicherheit von Fabriken und Gebäuden geschaffen.32 Viele der großen Fast-Fashion-Unternehmen haben sich jedoch geweigert, dieses Abkommen zu unterzeichnen.

Doch Rana Plaza ist kein Einzelfall. Schlechte Infrastruktur und Sicherheitsprüfungen sind ein massives Problem in der Modeindustrie. Somit kommt es immer wieder zu Gesundheitsschäden.33 Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, werden oft kaputte Geräte verwendet. Elektrische Leitungen werden nicht ordnungsgemäß installiert, was zu häufigen Bränden in den Fabriken führt. Und anstatt Asbest zu entfernen, wird er einfach liegen gelassen. Hinzu kommt, dass das Gedränge von Menschen, Maschinen und Kleidung in einem Raum zu einer massiven Inhalation von Rauch und Staub führt. Diese ist nur selten durch Lüftungsmaßnahmen gelindert.

All dies lässt uns realisieren, dass jeder einzelne Tag der Arbeiter:innen in einer Fabrik, ein Gesundheitsrisiko ist.

5. Wie Gesetzeslücken zu Moderner Sklaverei beitragen

Gesetzeslücken sind in der Modeindustrie weit verbreitet. Und die Unternehmen zögern nicht, sie auszunutzen. Ein wichtiges Beispiel ist die US-Verfassung und eine Klausel im 13. Zusatzartikel (mit dem die Sklaverei abgeschafft wurde).34 Darin wird die Sklaverei verboten. "Außer als Strafe für ein Verbrechen, für das die betreffende Person ordnungsgemäß verurteilt wurde". Damit ist die Zwangsarbeit von inhaftierten Menschen legal. Wenn man sich das gewinnorientierte Gefängnissystem der USA ansieht, ist das Problem leicht zu erkennen.

Einige südliche Bundesstaaten wie Texas müssen inhaftierte Menschen nicht bezahlen. Sie stellen alles Mögliche her, von Matratzen bis zu Straßenschildern. Sie ernten Baumwolle für Kleidungsstücke, die das Label 'Made in the USA' tragen dürfen. Und das, obwohl die Menschen gezwungen sind, ohne Zustimmung, ohne Bezahlung, ohne Verhandlungsmacht oder Arbeitsschutzgesetze zu arbeiten.35

Aber Zwangsarbeit gibt es nicht nur in den USA. Eine Untersuchung einer Koalition von Menschenrechtsgruppen hat ergeben, dass viele der weltweit größten Modeunternehmen an der Nutzung von Zwangsarbeit der versklavten uigurischen Bevölkerung in China beteiligt sind.36

Baumwolle aus diesen Lagern ist in bis zu 1 von 5 Baumwollprodukten weltweit zu finden. Das ist absolut schockierend.37 In vielen Fällen ist diese Arbeit - obwohl sie erzwungen wurde - in diesen Ländern rechtlich gesehen legal. Was alarmierend ist. Als im Grunde genommen inhaftierte Arbeiter:innen haben sie keinerlei Verhandlungsmacht oder Einfluss auf ihre Arbeitsbedingungen.

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© Fashion Revolution 2020

Korruption und Grauzonen sind Freunde der Fast Fashion Industrie. Da die Lieferketten so lang und komplex sind, ist es sehr einfach, in diesen Grauzonen zu operieren. Um einen klaren Überblick über die Lieferketten zu erhalten, müssten die Vorschriften in mehreren Ländern auf mehreren Kontinenten überprüft werden. Dies wäre an sich schon eine gigantische Aufgabe.

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“transparenz”


In der Fast-Fashion-Industrie ist es einfach, die Kosten durch diskriminierende, aber legale Praktiken niedrig zu halten. Dies geschieht durch verschiedene Faktoren. Darunter die Auslagerung der Arbeit, sowie dem Mangel an Gesetzen und Verhandlungsmöglichkeiten.

Außerdem sind Länder wie Bangladesch geografisch gesehen weit weg von den USA und Europa. Wo viele dieser Kleidungsstücke verkauft werden. Durch die geografische Distanz scheinen die Probleme an Wichtigkeit zu verlieren.

Im Grunde genommen ist es einfach, eine unethische Modemarke zu sein. Und als solche viel Geld zu verdienen.

6. Fast Fashion macht sich Kinderarbeit zunutze

Nicht nur innerhalb des Gefängnissystems werden Menschen ausgenutzt. Auch Kinder auf der ganzen Welt sind davon betroffen. Schätzungsweise 170 Millionen Kinder arbeiten unterhalb des vorgeschriebenen Mindestalters.38 In der Textilindustrie ist die Beschäftigung von Kindern besonders attraktiv. Denn die Arbeit ist wenig anspruchsvoll und oft für kleinere Körper geeignet.

Darüber hinaus sind Kinder in der Modeindustrie doppelt benachteiligt. Sie können leicht unter dem Radar fliegen und erhalten oft keine Hilfe von den Gewerkschaften. Auch wenn Kinder sehr stark in die Lieferkette der Modeindustrie eingebunden sind, sind sie oft 'nicht legal' angestellt. Und haben deswegen keine rechtliche Vertretung.

Aus diesem Grund werden sie noch schlechter bezahlt und haben wenig bis gar keine Ansprüche.

In einem vor kurzem erschienenen Bericht über die Arbeit in Südindien wurde festgestellt, dass Familien ihre jungen Töchter zur Arbeit in Spinnereien schicken. Oft sind sie von den Versprechungen regelmäßiger Mahlzeiten, Bezahlung und Schulbildung überzeugt. Doch die Realität sieht anders aus: "Sie arbeiten unter entsetzlichen Bedingungen, die moderner Sklaverei und den schlimmsten Formen von Kinderarbeit gleichkommen".39

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“Preisschild”


Allerdings ist das Thema Kinderarbeit komplexer als gedacht. Ein pauschales Verbot wird höchstwahrscheinlich keine Lösung sein.40

Es ist wichtig, die Vielschichtigkeit des Themas zu erkennen. Es gibt Orte, an denen müssen Kinder arbeiten, um die ganze Familie zu ernähren, da das Grundeinkommen zu niedrig ist.

Wenn unterstützende Maßnahmen (wie z. B. ein Grundeinkommen) eingeführt werden, besteht weniger Notwendigkeit für Kinderarbeit. Wenn Kinderarbeit einfach illegal gemacht wird, werden diese Kinder nicht aufhören, ihre Familien finanziell unterstützen zu müssen. Jedoch werden sie unter noch schlechteren Bedingungen arbeiten. Oder sie werden zu anderen schädlichen Tätigkeiten wie Prostitution oder Kriminalität gezwungen.

Deshalb ist es wichtig, die Gründe zu untersuchen, warum Kinder diese Arbeit verrichten. Nur so, kann das Problem an der Wurzel gepackt werden. Auf einer Konferenz über Kinderarbeit im Jahr 1997, an der sowohl Erwachsene als auch junge Delegierte teilnahmen, fasste Lakshmi Basrur, eine Delegierte einer Organisation für arbeitende Kinder in Indien, die komplexen Zusammenhänge perfekt zusammen:

"Es hat keinen Sinn, uns eine gute Ausbildung zu bieten, wenn Sie uns nicht arbeiten lassen wollen. Unsere Familien können nicht überleben, wenn wir nicht arbeiten. Es wird der Tag kommen, an dem die Kinder nicht mehr arbeiten müssen. Bis dahin sollten sie eine menschenwürdige Arbeit und eine gute, aber angemessene Ausbildung sowie Zeit für Freizeit haben".

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kinderarbeit Teil eines umfassenderen Armutskreislaufs ist. Dieser muss untersucht und präventiv behandelt werden.

Dieses Video der Fair Wear Foundation veranschaulicht die verschiedenen Aspekte der unfair produzierten Mode:

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© The Fair Wear Foundation 2012

Wann also ist Mode fair?

Um die Fair Wear Foundation zu zitieren: Bei fairer Mode geht es um grundlegende Rechte.42 Ethische Mode bedeutet, dass die Menschen geschützt und ein gewertschätzter Teil der Lieferkette sind. Die Modeindustrie sollte ihre Arbeitnehmer:innen bei der Verwirklichung ihrer Rechte auf eine sichere, würdige und angemessen bezahlte Beschäftigung unterstützen.

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“time for change”


Für unser veganes, ethisches und nachhaltiges Kaufhaus sind dies die Art von Modemarken, denen wir mit Stolz eine Plattform bieten. Wir freuen uns, nicht nur tolle ethische Marken zu unterstützen, sondern auch dir dabei zu helfen, bessere - ethische - Entscheidungen zu treffen.

Bei jeder Marke und Verkäufer:in achten wir darauf, ob die Arbeitsbedingungen der (Textil-)Arbeiter:innen hohen Gesundheits- und Sicherheitsstandards entsprechen. Ob sie einen existenzsichernden Lohn erhalten, legale und frei gewählte Arbeitsverträge haben. Und ob vernünftige Arbeitszeiten, Kollektivierungsfreiheit und keine Ausbeutung durch Kinderarbeit oder soziale Diskriminierung eingehalten werden.

Im Laufe der vielen Jahre, die unser Team damit verbracht hat, Mode- und Kosmetikmarken zu recherchieren, haben wir gelernt, dass die (Mode-)Industrie sehr komplex ist. Und viele Themen nicht schwarz oder weiß sind. Wir tun unser Bestes - indem wir alle verfügbaren Informationen, unser Wissen und unsere Erfahrung nutzen und auf unser Bauchgefühl hören. Um sicherzustellen, dass die von uns angebotenen Marken glaubwürdig, ehrlich und fair sind. Wir sorgen (noch) nicht für Perfektion, aber für Fortschritt.

5 wichtige Dinge, auf die du beim fairen Einkaufen achten solltest

1. Achte  auf nachhaltige und faire Modelabels und Zertifizierungen

Du fragst dich, wie du Fair Fashion Labels am besten erkennen kannst? 
Viele unserer Marken nutzen Zertifizierungen von Dritten. Damit werden Dinge wie existenzsichernde Löhne, Gebäudesicherheit, Arbeitnehmer:innenvertretung und die Einhaltung von Kinderarbeitsgesetzen überprüft. Hier sind einige wichtige Zertifizierungen und Organisationen, die du im Auge behalten solltest:43

  • Fair Wear Foundation: Sie zertifiziert keine Marken, sondern bietet ihnen eine Mitgliedschaft an. Die Mitgliedsmarken bemühen sich dann, faire Arbeitsbedingungen in den Fabriken zu gewährleisten. Dies geschieht indem sie sich an einen Verhaltenskodex halten, der auf der International Labour Organization basiert.
9 Fair-Fashion-Marken, die Mitglieder der Fair Wear Foundation sind - und/oder deren Zulieferer Mitglieder sind:

1. ADUH
2. ARMEDANGELS
3. Bleed
4. Common and Sense
5. Daily Mantra
6. Dawn
7. Kuyichi
8. Lanius
9. Mads Nørgaard
 

 

  • World Fair Trade Organization: Sie sorgt dafür, dass die Stimmen benachteiligter Arbeiter:innen gehört werden. Und setzt sich weltweit für die Grundsätze des fairen Handels ein. Sie stützt sich auf 10 Grundsätze des fairen Handels, die von der International Labour Organization aufgestellt wurden.
So ist beispielsweise die ethische Modemarke People Tree Mitglied der World Fair Trade Organization.

 

  • Fairtrade International: Das bekannte Siegel, das du von deinem Kaffee und deinen Bananen kennst, gibt esauch für deine Kleidung! Wenn du dieses Zeichen auf deiner Kleidung findest, haben Fairtrade-zertifizierte Baumwollbauern und Bäuerinnen das Rohmaterial für dieses Kleidungsstück produziert.
Zu den 3 Slow-Fashion-Marken, die Fairtrade-zertifizierte (Mode-) Produkte anbieten, gehören:

1. ARMEDANGELS
2. DEDICATED
3. People Tree


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T-shirt mit vier fair-fashion lables
 

  • Global Organic Textile Standard (GOTS): Obwohl es in erster Linie um Umweltauswirkungen und Material geht, sind auch soziale Standards enthalten. Diese basieren auf den entscheidensten Arbeitsbedingungen, die von der International Labour Organization festgelegt wurden.
20+ weitere nachhaltige faire Modemarken, die GOTS-zertifizierte (Mode-) Produkte anbieten:

1. ADUH
2. ANNA Slow Fashion
3. ARMEDANGELS
4. Atelier Jungles
5. Bleed
6. Blonde Gone Rogue
7. Càpe Concept
8. Daily Mantra
9. DEDICATED
10. Honest Basics
11. Jan 'n June
12. KABOOSH
13. Kings of Indigo
14. KOMODO
15. Kuyichi
16. Lanius
17. MAHLA
18. MUD Jeans
19. People Tree
20. TAWAST
21. Thinking MU
22. VATTER
…und viele mehr

 

  • Fashion Revolution: Diese gemeinnützige Organisation bietet zwar keine Zertifizierungen an, führt aber Kampagnen zur Aufklärung über faire Mode durch (z. B. #whomademyclothes). Zudem veröffentlicht sie regelmäßig einen Transparenzindex für Mode. In diesem werden 250 der weltweit bekanntesten Modehändler:innen bewertet . Der Index stuft sie danach ein, wie viel sie über ihre sozialen und umweltbezogenen Praktiken offenlegen.

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Who made my clothes logo”

© Fashion Revolution

Wir haben dein Interesse an fairen und nachhaltigen Modemarken geweckt? Wenn du mehr über deren Zertifizierungen erfahren möchtest, findest du hier mehr Informationen. Ein hilfreicher und kritischer Leitfaden zu den 20+ bekanntesten nachhaltigen und fairen Modelabels und Zertifizierungen.


2. Modemarken, die sich für existenzsichernde Löhne einsetzen

Einige Marken stellen sicher, dass die Fabriken, in denen ihre Artikel produziert werden, ihren Arbeiter:innen nicht nur einen Mindestlohn zahlen. Sondern einen Lohn von dem sie tatsächlich leben könne, also einen existenzsichernden Lohn. Da dies von Land zu Land und sogar von Region zu Region unterschiedlich ist, solltest du dich erkundigen, wo deine Kleidung hergestellt wird. Und ob die Marke Teil eines Kollektivs ist, das seinen Mitarbeiter:innen zusätzliche Leistungen gewährt.

In unserem Kaufhaus steht dieses Label für eine faire Entlohnung und für physisch und sozial sichere Arbeitsbedingungen. Du findest es sowohl auf den Produktseiten als auch auf den Seiten der einzelnen Verkäufer:innen und Marken.

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“Kuyichi”

Unser Verkäufer Kuyichi ist ein Vorreiter in Sachen ethischer Produktion.

3. Faire Modemarken, die etwas zurückgeben

Es muss nicht bei einem existenzsichernden Lohn für die Textilarbeiter:innen aufhören. Viele unserer Marken gehen sogar noch weiter. Sie bieten Schulungsmöglichkeiten an. Oder arbeiten mit Arbeitsrechts-Organisationen zusammen, die in dem Land, in dem sich ihre Fabriken befinden, tätig sind. So werden die physischen und sozialen Arbeitsbedingungen geschützt und gefördert.

Die Arbeitnehmer:innen werden ermutigt, mitzubestimmen, wie und warum sie arbeiten. Und sie erhalten die rechtlichen Möglichkeiten, dies zu tun. Durch die Ermöglichung von Arbeitnehmenden Organisationen müssen die Arbeiter:innen keine Konsequenzen fürchten, wenn sie sich für höhere Löhne, Sicherheitsmaßnahmen usw. einsetzen.

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Bird Eyewear

Unser Verkäufer Bird Eyewear verteilt Solarleuchten an Familien in Sambia und Malawi.


4. Ethische Modemarken, die die Produktionsstätten besuchen

Du wirst in den Kurzbeschreibungen vieler unserer Marken und Verkäufer:innen feststellen, dass sie die Produktionsstätten ihrer Waren persönlich besuchen. Anstatt einfach einer oft weit entfernten Fabrik zu vertrauen. Die Gründer:innen nehmen die Beurteilung selbst in die Hand wenn es zur Gesundheit, Sicherheit und Zufriedenheit der Arbeiter:innen kommt. Sie pflegen enge Beziehungen zu den Arbeiter:innen in den Fabriken.

Wenn sich die Distanz zwischen den Ebenen der Produktionskette verringert, werden Menschen zu Menschen, anstatt gesichtslose Zahlen zu bleiben.

5. Sei kritisch und stelle Fragen

Traue dich, Marken selbst zu kontaktieren. Wenn dir Dinge dubios erscheinen, kannst du auf jeden Fall die Rolle der ermittelnden Person übernehmen. Finde heraus, wie die Richtlinien der Marken aussehen, um die ganze Geschichte zu erfahren.

Du kannst dich auch gerne an uns wenden. Wir können dir bei deinen Fragen oder bei der Interpretation der Antworten der Marken helfen: Findet Greenwashing statt oder tut eine bestimmte Marke wirklich das Beste für ihre Mitarbeiter:innen? Du kannst uns jederzeit eine Nachricht schicken!

Ethische & nachhaltige Mode ist ein komplexes Thema

Faire Mode umfasst viele Aspekte. Nicht nur die faire Behandlung von Textilarbeiter:innen. Es geht auch um einen fairen Umgang mit der Umwelt und mit Tieren, die es nicht verdienen, als Material für unsere Kleidung verwendet zu werden.

Wir verstehen, dass das Ganze überwältigend sein kann. Das ist einer der vielen Gründe, warum wir versuchen, das faire Einkaufen - und einen ethischen Lebensstil - ein wenig leichter zu machen.

Denke vor dem Kauf an die vielen Schritte, die jedes Kleidungsstück auf dem Weg in den Laden zurückgelegt hat. Denn wir müssen als Verbraucher:innen die verstrickten Abläufe der Modeindustrie verstehen und hinterfragen. Nur so können wir nachhaltiger Einkaufen.

Schließlich fühlt es sich viel besser an, ethische und nachhaltigere Kleidung zu tragen, da sie das gute Gefühl vermittelt, dass sie in einer fairen und sicheren Umgebung hergestellt wurde 💚.

Quellen

1. 'Consumed: The need for collective change; colonialism, climate change & consumerism.' A. Barber. 2021
2. 'Poverty Wages.' Clean Clothes Campaign. n.d.
3. 'The impact of fast fashion in Bangladesh'. G. Bynum. 2021
4. 'Living Wage Report: Dhaka, Bangladesh and Satellite Cities.' M.E. Khan et al. 2016
5. 'Living Wage for Dhaka City, Bangladesh.' Global Living Wage Coalition. n.d.
6. 'Leicester's coronavirus lockdown is no surprise to its garment factory workers'. M. Lewis. 2020
7. 'Boohoo shares drop 18% as new Leicester factory reports threaten sales.' S. Butler. 2020
8. 'Wages and Working Hours in the Textiles, Clothing, Leather and Footwear Industries.' International Labour Organization. 2014
9. 'Working Hours and Overtime: 96-Hour Workweeks.' Clean Clothes Campaign. 2020
10. 'Sufferings in silence: Violence against female workers in the ready-made garment industry in Bangladesh: A qualitative exploration.' S. Akhter, S. Rutherford & C. Chu. 2019
11. 'Bad contracts.' Clean Clothes Campaign. n.d.
12. 'The impact of Covid-19 on the people who make our clothes.' Fashion Revolution. n.d.
13. 'Gender: Women workers mistreated.' Clean Clothes Campaign. n.d.
14. ‘Nimble fingers make cheap workers’: An analysis of women's employment in third world export manufacturing.' D. Elson & R. Pearson. 1981
15. 'Workplace violence in Bangladesh's garment industry.' A. Gibbs et al. 2019
16. 'The sexual harassment of industrial workers: Strategies for intervention in the workplace and beyond.' D. M. Siddiqi. 2003
17. 'Female garment workers’ experiences of violence in their homes and workplaces in Bangladesh: A qualitative study.' R. Naved et al. 2018.
18. 'Fact Sheet: Unsafe Garment Factory Buildings.' SOMO. 2013
19. 'Bangladesh: Garment workers left at risk as factories open without social distancing and adequate protection measures.' Business & Human Rights Resource Centre. 2020
20. 'Bangladesh: Over 100 garment workers reportedly test positive for COVID-19 amid concerns over lack of health & hygiene protocols.' Business & Human Rights Resource Centre. 2020
21. ‘Coronavirus: ‘Significant Concerns’ about Leicester Clothing Factories, says Matt Hancock.' G. Heffer. 2020
22. 'Health and Safety: Getting sick and risking lives.' Clean Clothes Campaign. n.d.
23. 'Leather Industry.' ScienceDirect. n.d.
24. 'Community-Based Research in the United States (Amherst: The Loka Institute).' R. E. Sclove et al. 1998
25. 'Health vulnerabilities of readymade garment (RMG) workers: a systematic review.' H. Kabir, M. Maple, K. Usher & S. Islam. 2019
26. 'Unsafe workplaces.' Clean Clothes Campaign. n.d.
27. 'They Have Forgotten the Lessons of Rana Plaza.' Fashion Revolution. 2018
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