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Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans

Anneke Anneke 27 Sep 2021 Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans

Im März 2025 hat Shop Like You Give a Damn Le Shop Vegan übernommen. Deshalb sind nun alle redaktionellen Inhalte, die Gründerin Rosalie Wolff und ihr Team mit so viel Hingabe erstellt haben, auf unserem Blog zu finden. Das ethische Einkaufserlebnis geht bei Shop Like You Give a Damn weiter:

Shoppe ethisch – ganz mühelos. Wir übernehmen die Recherche, damit du es nicht tun musst. 💚 Nachhaltige, faire & 100 % vegane Mode für Frauen und für Männer, tierversuchsfreie Kosmetik, Home-Essentials und mehr. Für alle, die mit Herz einkaufen.

Kennst du die Umweltsünden deines Kleiderschrankes?

Ob weit oder eng, hell oder dunkel, high- oder low-waiste, bei der großen Vielfalt an Jeans, die die Modeindustrie jährlich auf den Markt bringt, ist sicher für jeden etwas dabei. Das hat allerdings auch seinen Preis: Ganze 12 Mrd. Kilo Baumwolle werden jährlich allein in China und Indien produziert. Dabei benötigt man für jedes Kilo 10 000 Liter Wasser. Jeans beanspruchen damit den größten Anteil der Baumwolle in der Textilindustrie und stellen eine große Belastung für unsere Umwelt dar. Zum Glück ist das aber kein Grund in Zukunft auf dieses Must-have in deinem Kleiderschrank zu verzichten. Mode–Labels wie Armedangels haben bereits einen Weg gefunden, die Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans enorm zu reduziern.

Was genau ist die Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans?

Baumwolle ist ein Malvengewächs und wird auf besonders großen Feldern kultiviert. Da sie in Monokulturen wächst, ist sie besonders anfällig für Schädlinge. Deshalb setzt man häufig umweltschädliche Pestizide ein, um trotzdem einen ausreichenden Ertrag für die Herstellung immer neuer Fäden zu erzielen. Der hohe Einsatz von Insektiziden und Pflanzenschutzmitteln führt dazu, dass Bienen und andere Insektenarten sterben und ihr Lebensraum immer knapper wird.

In reichen Anbauländern wie den USA erntet man mit Maschinen. Der Großteil der Baumwolle wird jedoch vor allem dort angebaut, wo die Arbeitskräfte am günstigsten sind. Sie ernten die Wolle von Hand und bekommen in den meisten Fällen nur sehr wenig Geld. Das geschieht obwohl man durch den Verzicht auf maschinelle Ernte eine höhere Qualität erreicht. Die sorgfältige Selektion per Hand sorgt dafür, dass man nur die wirklich reifen Kapseln erntet und weiterverarbeitet.

Dieser Dynamik will „Armedangels“ entgegenwirken und verwendet statt immer neuer Baumwolle so viele recycelte Stoffe für ihre Jeans wie nötig. Zusätzlich setzen sie auf den Anbau von Bio-Wolle. Da die Umstellung darauf circa 3 Jahre benötigt und die Bauern in dieser Zeit keine Wolle anbauen können, ist es für viele Kleinbauern nicht möglich, ohne Unterstützung umzusteigen. Aus diesem Grund hat sich das Label dazu entschieden, Kleinbauern unter die Arme zu greifen. Durch den Umstieg wird nicht nur die Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans reduziert, sondern bringt auch den Kleinbauern mehr Gewinn und gleichzeitig sicherere Arbeitsbedingungen ein.

Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans

Aus alt mach neu:

Zusätzlich hat „Armedangels“ es sich zur Aufgabe gemacht, ein tragfähiges zirkuläres System zu schaffen und immer weniger neue Baumwollfasern für ihre Jeansproduktion zu nutzen. Stattdessen recyceln sie alte Stoffe und Reste. Diese werden in Spanien und Portugal zerkleinert, bis daraus wieder Fasern entstehen, die neu verarbeitet werden können. Sie erhöhen nicht den Druck, große Erträge erzielen zu müssen, sondern nutzen die bereits verwendeten Ressourcen nachhaltiger. Ziel des Labels ist es, bis 2030 Zero Waste zu produzieren.

Färben, ohne zu gefährden

Ob nun Fäden aus frisch geernteter Wolle oder aus recycelten Stoffen, sie müssen eingefärbt werden, damit die Jeans am Ende ihre typische indigoblaue Farbe hat. Im Gegensatz zu den meisten Jeansherstellern setzt „Armedangels“ bei diesem Prozess auf Färbemittel, die nach dem Global Organic Textile Standard zugelassen und alle Inhaltsstoffe toxikologisch geprüft sind. So kommen die Arbeitskräfte nicht mit schädlichen Chemikalien oder Schwermetallen in Kontakt. Außerdem sinken so Risiken allergischer Reaktionen durch das Tragen der Jeans deutlich.

Finish: Der nachhaltige letzte Schliff

Je nachdem, welches Design die Blue Jeans am Ende haben soll, können im letzten Produktionsschritt verschiedene Techniken zum Einsatz kommen. Leider sind die zurzeit am häufigsten genutzten Techniken schädlich für die Umwelt und gefährlich für die eingesetzten Arbeitskräfte. Die verwendeten Waschmaschinen können beispielsweise durch den Einsatz der Steinwaschung wesentlich schneller Verschleißerscheinungen aufweisen oder durch das zum Bleichen verwendete Kaliumpermanganat schneller rosten. In hohen Dosen ist dies, genauso wie die Chemikalien, die man beim Sandstrahlen verwendet, extrem gefährlich für die Arbeiter*innen.

Hinzu kommt, dass die giftigen Stoffe anschließend oftmals ungefiltert ins Abwasser gelangen oder direkt in Flüssen entsorgt werden. Zum Glück gibt es bereits umweltfreundlichere und sicherere Alternativen, auf die auch „Armedangels“ zurückgreift. Zum einen kann man Chlor und Kaliumpermanganat durch GOTS-zertifizierte, toxikologisch geprüfte Stoffe ersetzen oder moderne Techniken wie Laser- oder Ozon-Wash einsetzen, um auch den Wasserverbrauch weiter zu reduzieren. Für die Entsorgung nutzt „Armedangels“ moderne Filtrationssysteme, um das Abwasser nicht zu belasten.

Was kannst DU tun, um die Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans zu senken?

  1. Schmeiße deine alten Jeans nicht einfach weg, sondern lasse sie weiterleben: Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten bereits getragene Kleidung weiterzugeben. Auf Plattformen wie Kleiderkreisel oder Vinted kannst du deine alten Jeans ganz einfach anbieten und weiterverkaufen. Alternativ kannst du sie auch an einen Secondhand-Shop in deiner Stadt verkaufen oder der Altkleidersammlung spenden. Egal wofür du dich entscheidest: Schmeiß deine Jeans nicht einfach weg, sie wurde aus wertvoller Baumwolle hergestellt, die wiederverwendet werden kann.
  2. Halte beim Kauf Ausschau nach nachhaltigen Marken. Bei Shop Like You Give a Damn zum Beispiel findest du ausschließlich vegane und nachhaltige Modemarken.
  3. Weniger ist manchmal mehr! Deine Jeans solltest du am besten so wenig wie möglich waschen. Wenn du sie wäschst, dann auf links und am besten von Hand in kaltem Wasser. Anschließend an der frischen Luft trocknen lassen, so bleibt deine Jeans wie neu und du sparst wichtige Ressourcen.

Schau doch vor dem Anziehen mal auf das Schild in deiner Jeans. Wo kommt sie her? Ist sie vielleicht sogar von einem nachhaltigen Mode-Label, dass du empfehlen kannst? Schreib gern einen Kommentar und teile deine Erfahrungen mit uns!